Schlegel TimeLine
MÄRZ 1949 - ERSTE LADENERÖFFNUNG Am 4. März 1949 eröffnete Hans-Georg Schlegel in Stendal in der Breite Straße 10 sein erstes Ladengeschäft. BILDER AUS STENDAL
1949 BIS 55 - DIE ZEITEN IN STENDAL Innerhalb Stendals musste Schlegel die Ladenlokale mehrfach wechseln. Trotzdem entwickelte sich schnell ein großer Kundenstamm. In Stendal gab es zu dieser Zeit zahlungskräftige Geschäftsleute, denen er die Beschaffung der Deutschlandneuheiten per 100 garantieren musste. Deshalb fuhr Schlegel immer montags nach Berlin, wo sich die Händler aus Ostdeutschland und Westberlin trafen. Hier entstanden Kontakte, die ihm später seinen Start in Berlin ermöglichen sollten.
1963 - UMZUG NACH BERLIN Die politische und wirtschaftliche Lage veranlasste 1960 Hans-Georg Schlegel mit seiner schwangeren Frau Susanne und dem Sohn Hans–Dieter die DDR zunächst in Richtung Nürnberg zu verlassen. 1961/62 leitete er ein Ladengeschäft in Lübeck. Bei Messebesuchen kaufte er auf der Bahnfahrt von Paris nach Brüssel von einem Berliner Händler per Handschlag das legendäre Ladengeschäft am Kurfürstendamm 34. In einer Zeit, in der viele Berliner die Stadt verließen, zog er mit seiner Familie 1963 in die „Höhle des Löwen“.
1970 - PRÜFER BPP Ende der sechziger Jahre deckte Hans-Georg Schlegel einen großen Fälschungsskandal auf. Fälscher hatten in damaliger sehr guter Qualität und im großen Stil Schwarzaufdrucke gefälscht. Die Prüfer und sogar die Bundesdruckerei wollten zunächst seinem Prüfurteil nicht glauben. Die Beweise, die er lieferte, waren jedoch so erdrückend, dass die Kripo ihre Ermittlungen aufnahm und schließlich den Fälscherring aushob.
Daraufhin drängte der Händlerverband APHV Hans-Georg Schlegel Prüfer zu werden. Nach einiger Bedenkzeit entschloss er sich dazu und wurde schließlich 1970 Mitglied im Bund Philatelistischer Prüfer BPP. Seine erfolgreiche Tätigkeit brachte ihm schließlich den Titel „Papst vom Kurfürstendamm“ ein.
BILD ZEITUNG 10. JUNI 1949
1980 - A.SCHLEGEL BEGINNT PHILATELISTISCHE AUSBILDUNG Nach dem Abitur 1980 absolvierte Andreas Schlegel eine der besten philatelistischen Ausbildungen bei seinem Vater Hans-Georg Schlegel. Von der Pieke auf lernte er dort das Prüferhandwerk und die Welt des Handelns kennen. 1984 wurde er als bis dahin jüngstes Mitglied in den Verband der philatelistischen Prüfer BPP aufgenommen. BILDER VOM LADENGESCHÄFT
1989 - A.SCHLEGEL ÜBERNIMMT LADENGESCHÄFT 1989 übernahm er das Ladengeschäft am Kurfürstendamm 34. Hans-Georg Schlegel zog mit seinem Personal und mit Hans-Dieter Schlegel in das Büro Kurfürstendamm 36. 1990 wurde auch Hans-Dieter Prüfer im BPP.
2004 - UMZUG ZUM KURFÜRSTENDAMM 200 Im Jahr 2004 erfolgte der Umzug an die heutige Adresse Kurfürstendamm 200. Innerhalb des Hauses zog das Unternehmen in die nahezu 350qm große Beletage. Seit über fünfzig Jahren gilt das Briefmarkenfachgeschäft Schlegel als Institution in der Philatelie. Ein Familienunternehmen, das sich aus jahrzehntelangen Kontakten und Vertrauen zusammensetzt.
2007 - GRÜNDUNG DES AUKTIONSHAUSES SCHLEGEL 2007 gründete Andreas Schlegel mit seinem Partner Jürgen Hantschel das Berliner Auktionshaus für Philatelie. Damit verwirklichte sich Andreas Schlegel einen weiteren lang gehegten Traum. Mittlerweile leitet der vierfache Vater das Unternehmen mit zwölf Mitarbeitern. Seine Frau Elisabetha Schlegel fungiert bei den erfolgreichen Auktionen als Auktionatorin und bringt Schätze, wie die seltene Audrey Hepburn Marke, für sechsstellige Summen unter den Hammer.